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Trumps Geleitschutz-Pläne Eskorten durch die Straße von Hormus sind derzeit offenbar zu riskant

2026-03-11 https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/iran-eskorten-durch-die-strasse-von-hormus-sollen-derzeit-zu-riskant-sein-a-aa77e0d7-f264-4c5a-ae6c-a9a6dc87104c HaiPress

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Tanker in der Straße von Hormus (Archivbild)

Foto: Hamad I Mohammed / REUTERS

Das US-Militär hält Eskorten von Handelsschiffen durch ​die Straße von Hormus Insidern zufolge derzeit offenbar für zu riskant. Die Marine habe nahezu täglich entsprechende Anfragen aus der Schifffahrtsbranche erhalten,diese seien aber abgelehnt worden,wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Insider berichtet. Die Marine habe dies damit begründet,dass das Risiko von Angriffen derzeit zu hoch sei.

Eine Bestätigung für diese Angaben gibt es nicht,das Pentagon äußerte sich bislang nicht zu dem Bericht. Präsident Donald Trump drohte dem Iran aber mit drastischen militärischen Konsequenzen,sollte er in der Straße von Hormus Minen platzieren. Das US-Zentralkommando meldete die Zerstörung von 16 iranischen Minenlegern in der Nähe der Meerenge.

Trump hat in den vergangenen Tagen wiederholt erklärt,dass die USA ​im Bedarfsfall jederzeit zu Begleitschutz bereit seien,um die Transporte in der wichtigen Wasserstraße wieder aufzunehmen. Der Vorsitzende des Generalstabs der US-Streitkräfte,General Dan ⁠Caine,sagte am Dienstag ⁠vor Reportern im Pentagon,das US-Militär habe damit begonnen,Optionen für mögliche Schiffseskorten zu prüfen,falls ein entsprechender Befehl erteilt werden sollte.

Seeminen bereits verlegt?

Bislang habe die US-Marine allerdings keinen Öltanker und auch kein anderes Handelsschiff durch die Straße von Hormus geleitet,sagte Präsidialamtssprecherin Karoline Leavitt. Sie sah ‌sich zu der Klarstellung veranlasst,nachdem Energieminister Chris Wright für Verwirrung in der Sache gesorgt ​hatte. Er löschte einen Beitrag ‌auf dem Kurznachrichtendienst X,in dem er kurz zuvor erklärt hatte,dass die US-Marine einen Öltanker erfolgreich durch die Meerenge eskortiert habe.

Seit Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran ruht der Schiffsverkehr in der für den weltweiten Öltransport strategisch wichtigen Straße von Hormus fast vollständig. Ein hochrangiger Vertreter der iranischen Revolutionsgarden erklärte,die Meerenge ‌sei gesperrt,wie iranische Medien vergangene Woche berichteten. Der Iran werde auf jedes Schiff feuern,das passieren wolle. Mehrere Schiffe wurden bereits getroffen.

Die Schifffahrtsbranche weltweit hofft auf eine Lösung der Blockade,doch die Erwartungen waren zuletzt nicht besonders ausgeprägt. Die Flottenchefin von Deutschlands größter Reederei Hapag-Lloyd,Silke Lehmköster,hatte dem SPIEGEL angesichts des Kriegs vergangene Woche gesagt: »Die Marineschiffe sind mit anderen Dingen beschäftigt,anstatt uns Geleitschutz zu geben.«

Anzeichen,dass sich daran etwas ändert,gab es zuletzt nicht. Erneut ist ein Frachtschiff in der Straße von Hormus von einem Geschoss getroffen worden. In den USA berichten Medien zudem,Iran habe damit begonnen,in der Meerenge Seeminen zu platzieren. Eine offizielle Bestätigung für diese Berichte unter Berufung auf Geheimdienstkreise gibt es bislang nicht. Laut dem Sender CNN sollen mehrere Dutzend Seeminen gelegt worden sein.

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Angesichts des Konflikts am Persischen Golf dürfte der Preis für Rohöl der Sorte Brent laut US-Energiebehörde EIA in den kommenden zwei Monaten bei über 95 Dollar pro Barrel liegen. ‌Danach werde sich die Lage jedoch entspannen und der Preis bis Jahresende auf rund 70 Dollar fallen,teilte die Behörde in ihrem Monatsbericht mit. Zuletzt war der Ölpreis bereits kräftig angestiegen und lag zwischenzeitlich bei deutlich über 100 Dollar je Barrel. Durch die ​Straße von Hormus wird zu Friedenszeiten ein Fünftel der weltweiten Öltransporte abgewickelt.

Die hohen Energiepreise aufgrund des Irankriegs sind aus Sich einer Gruppe von 21 EU-Staats- ​und Regierungschefs ein vordringliches Problem,das auf dem kommenden EU-Gipfel gelöst werden müsse. Auf Einladung von Bundeskanzler Friedrich Merz,der ​italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und ihres belgischen Amtskollegen Bart ⁠De ⁠Wever beriet die Runde am Dienstagnachmittag über die Wettbewerbsfähigkeit der EU. Laut Regierungssprecher Stefan Kornelius verlangte Merz eine beschleunigte Überprüfung des Emissionshandels sowie einen ‌Abbau von EU-Regeln,um die Wirtschaft zu entlasten.

apr/Reuters

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