Zuhause Gesunde Rezepte Hotelausstattung Weltmeisterschaft Erwachsenenbildung 3D-Spiele Mehr Mehr

Bild vergrößern

Der Bau einer neuen Straßenbahn (Symbolbild)

Foto: Jan Woitas / dpa / picture alliance

Die Auftragsbücher der deutschen Industrie sind so gut gefüllt wie noch nie seit Beginn dieser Statistik im Jahr 2015. Der Bestand an ​offenen Bestellungen wuchs im März um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat,wie das Statistische Bundesamt ‌mitteilte.

Das war der stärkste Anstieg seit September 2024,verglichen mit dem Vorjahresmonat gab es ein Plus von 8,4 Prozent.

Die Aufträge legten laut Statistischem Bundesamt in jedem Wirtschaftsbereich zu. Der größte Zuwachs wurde mit 3,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten,elektronischen und optischen Erzeugnissen gemessen. Dazu zählen etwa Computer,Smartphones oder medizinische Geräte.

Im Bereich »Sonstiger Fahrzeugbau«,also beim Bau von Flugzeugen,Schiffen,Zügen oder Militärfahrzeugen,stiegen die Aufträge mit 1,5 Prozent ebenfalls stark an.

Ökonom erwartet trotzdem »schleichenden Beschäftigungsabbau«

Die Auftragseingänge in der Industrie können ein wichtiger Frühindikator für eine mögliche Trendwende im deutschen Wirtschaftswachstum sein. Ob sich die Industrie tatsächlich erholt,ist aber noch fraglich. Zuletzt hatten Konjunkturforscher des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) mit einem Wachstum von nur 0,4 Prozent gerechnet.

Der ⁠hohe Auftragsbestand sei zudem noch kein Garant dafür,dass auch die Produktion hochfährt,sagte der Chefvolkswirt der Privatbank Hauck Aufhäuser Lampe,Alexander Krüger. Standortbedingungen und gestiegene Energiepreise belasteten viele Unternehmen. Durch den Irankrieg seien zudem die Gewinnmargen unter ‌Druck geraten. Hinzu kämen Lieferstörungen.

»Aufträge dürften daher nur ​langsam abgearbeitet und ‌Kapazitäten kaum erweitert werden«,sagte Krüger. »Trotz guter Auftragslage wird sich der schleichende Beschäftigungsabbau wohl fortsetzen.«

data-area="text" data-pos="14">

Die offenen Aufträge ⁠aus dem Inland legten im ​März ​um 1,4 Prozent zu. Der Bestand aus dem Ausland stieg um 1,7 Prozent.

Mehr Exporte,mehr Aufträge – erste Daten lassen hoffen,dass die deutsche Wirtschaft endlich wieder wächst. Doch ausgerechnet eine Kernbranche schwächelt. Sechs Grafiken zeigen,wie fragil der Aufschwung ist.

ast/Reuters

Haftungsausschluss: Dieser Artikel wurde aus anderen Medien reproduziert. Der Zweck des Nachdrucks besteht darin, mehr Informationen zu vermitteln. Dies bedeutet nicht, dass diese Website ihren Ansichten zustimmt und für ihre Authentizität verantwortlich ist und keine rechtliche Verantwortung trägt. Alle Ressourcen auf dieser Website werden im Internet gesammelt. Der Zweck des Teilens dient nur dem Lernen und Nachschlagen aller. Wenn eine Verletzung des Urheberrechts oder des geistigen Eigentums vorliegt, hinterlassen Sie uns bitte eine Nachricht.

Kontaktieren Sie Uns

© Urheberrechte 2009-2020 Deutsche Finanzen    Kontaktieren Sie Uns  SiteMap